Dublin


Endlich habe ich wieder ein wenig Zeit am heimischen PC verbracht und Bilder vom letzten Urlaub - Irland - aussortiert. Geplant war ein Roadtrip durch den Süden und Südwesten mit dem Mietwagen zu zweit. Für die ersten und letzten beiden Nächte wurde jedoch eine Unterkunft in Dublin vorreserviert.


Wir kommen am 22.09.2016 recht spät an und beziehen unser großes AirBnb-Apartement direkt neben der alten Jameson Distillery. Der Ort ist nicht
zufällig gewählt - die Distillery steht ganz oben auf unserer Sightseeing-Liste, da es sich dabei um unseren Lieblingswhiskey handelt. Dumm nur, dass wir schon im Flieger eine Annoce "Re-Opens in March 2017" sehen. Wegen Renovierung geschlossen. Egal, uns wird was anderes einfallen. Nach einem Begrüßungs-Guiness im altehrwürdigen Pub "The Brazen Head" müssen wir weiterziehen, da es bereits nach Mitternacht ist und hier nichts mehr ausgeschenkt wird. Wir spazieren zum Tagesausklang ein wenig am Fluß Liffey entlang und durch das Viertel Temple Bar.


Nach einem kleinen Frühstück auf dem Zimmer fahren wir am nächsten Morgen mit der Trambahn raus in Richtung Docks und laufen zum Trinity College. 


Dort ist gerade einiges los, eine Veranstaltung für die neuen Studenten, bei der sämtliche Vereinigungen ihre Clubs vorstellen. Verrückt, was da alles angeboten wird. Häkeln, Chinesisch lernen, Fechten, Tauchen, Rollenspiele, alles, einfach alles. 


Wir witzeln, in welche Clubs wir eintreten würden. Dann schauen wir uns das Book of Kells an und die Bibliothek im Long Room. Ich war ja 2011 schonmal in Dublin, allerdings nur für ein paar Stunden. Seitdem wollte ich in diese Bibliothek. Jetzt bin ich da. Check.


Danach führt der Weg Richtung Temple Bar, dem Vergnügungsbezirk. Hier ist schon gut was los, und auch ziemlich viele Junggesellenabschiede. Ziemlich touristisch, und daher nicht so ganz unser Geschmack. Wir essen im Pub "The Old Mill" Fish & Chips und  Shepherd´s Pie und erschrecken das erste Mal ob der riesigen Portionen, die man bekommt, wenn man im Pub isst.







 
Wir setzen vollgefuttert das Sightseeing-Programm fort und schauen uns in der Christ Church Cathedral und der zugehörige Krypta um.






Danach haben wir Durst. Lovely day for a Guiness? Genau so ist es, und wir laufen weiter ins Guiness Storehouse, das ich beim letzten Mal leider auch nur von außen anschauen konnte. Dieses Mal bin ich drin - und das für ca. drei Stunden. Das Storehouse ist mit 20 € Eintritt zwar recht teuer, aber erstens bekommt man in einer der Bars ein Pint umsonst, und zweitens ist das Gebäude den Preis vollkommen wert. In großartiger Aufmachung wird einem hier alles rund um das Dubliner Bier und dessen Geschichte sowie die Marketingstrategien erklärt. Mein Highlight in Dublin!












Das Beste: Oben im 7. Stock gibt es eine Bar mit 360-Grad-Aussicht. Unseren Gutschein für a Halbe - pardon, ein Pint - lösen wir clever wie wir sind hier ein. Bier mit Aussicht. Läuft. Im Merchandisestore unten kaufen wir danach viel zu viel Zeug wie Bierdeckel und eine Tasse.



Danach machen wir uns, ebenfalls zu Fuß, auf den Rückweg in unser Apartement. Wir sind müde, und mich schwächt noch die Erkältung der vorherigen Tage. Daher bleiben wir tatsächlich hier, anstatt an einem Freitag Abend in Dublin feiern zu gehen. Am Samstag dann holen wir vormittags unseren Mietwagen ab und starten unseren Roadtrip, der mindestens einen eigenen Beitrag bekommt.


Exakt eine Woche später geben wir den Mietwagen wieder ab und versandeln den restlichen Tag im Restaurant des Generator Hostels, wartend auf den erst abends möglichen Checkin in der (neuen) AirBnB-Unterkunft. Dafür haben wir am Sonntag  Traumwetter - ca. 20 Grad und Sonnenschein. Wir bummeln mit Menschenmassen durch die Haupteinkaufsstraßen Mary Street und O´Conell Street und werfen die Postkarten direkt am Hauptpostamt ein.




Das nächste Ziel ist der Park St. Stephens Green. Auf dem Weg dorthin bummeln wir durch eine kleine alternativ angehauchte Passage, in der wir einen Retroshop entdecken und ein Vintage-Kleid sowie ein Rock´n´Roll-Hemd kaufen.



Was mich an Irland echt wundert, ist die Vielzahl an Palmen, die man immer wieder sieht. Unglaublich. Auch hier im Park.



Danach laufen wir am Nationalmuseum und Nobelhotels vorbei zum Merrion Square, dem nächsten Park.


 
Bestimmt zwei Stunden sitzen wir einfach nur auf einer Parkbank in der Sonne und beobachten asiatische Touristengruppen dabei, wie sie ein paar Menschen fotografieren, die jonglieren üben. Wahrscheinlich der Jonglier-Club des Trinity College, oder so. Die Touristengruppe möchte es auch mal versuchen. Na, dann...


Dann bekommen wir Durst und gehen ins Toners. Dieser Pub wurde uns auf Grund seines Biergartens während des Roadtrips empfohlen. Ganz generell wurden uns fast nur Pubs empfohlen, die sich nicht in Temple Bar befinden.



Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen und machen uns auf dem Weg zurück in unsere AirBnb-Unterkunft am Smithfield Market. Leider steht uns dieses Mal nur ein kleines Zimmer zur Verfügung, der Blick ist jedoch großartig.



Den Abend lassen wir mit einem riesigen Steaksandwich und Livemusik im Porterhouse in Temple Bar ausklingen, einem wie wir finden sehr tollen Pub, das sich über mehrere Stockwerke erstreckt.



Da am nächsten Morgen bereits um 4:45 Uhr der Wecker klingelt, gehen wir zurück und packen. Gute Nacht, Dublin!



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