Hoi An again

Nach zwei Tagen Großstadt und der tollen, aber anstrengenden Dschungelwanderung im Phong Nha Ke Bang Nationalpark sind wir überglücklich, wieder in Hoi An zu sein. 



Wir haben schon vorab im gleichen Hotel gebucht wie letztes Jahr, bekommen sogar
das gleiche Zimmer. Die Managerin Anh umarmt uns beim Wiedersehen, der nette Portier freut sich ganz offensichtlich, als er uns sieht. Wir freuen uns auch. Sehr. Sogar der Eisvogel ist wieder da - auf der wunderschönen Holzterrasse zu sitzen und den Vögeln am Wasserspinat-Teich zuzusehen ist erholsamer als alles andere. Uns stehen in Hoi An nun vier chillige Tage bevor. Regen haben wir nur am ersten Vormittag ein bisschen.





Ganz besonders gefreut habe ich mich auf das Essen in Hoi An. Klar, in Vietnam ist die Küche generell ein einziges Highlight für meinen Geschmack, aber meine heißgeliebten, ravioli-artigen White Rose gibt es halt nur in dieser Stadt. Und das ist auch mit das erste, was wir machen: Auf ins White Rose Restaurant, in dem die originalen Reisnudelteig-Spezialitäten im Hinterraum von sämtlichen weiblichen Mitgliedern der Familie gefüllt und geformt werden. Auch hier eine große Veränderung von einem Jahr auf´s andere: Während das Restaurant letztes Jahr über Garagenflair mit Neonbeleuchtung nicht hinaus kam, finden wir nun ein freundliches, gelbgetünchtes Restaurant mit warmen Licht vor. 


Abends gehen wir in die kleine Kneipe Quan An 19, in der wir auch beim letzten Besuch am ersten Abend ein günstiges, frisch gezapftes Bia Hoi getrunken haben. Dieses Mal lernen wir dabei ein sehr nettes Paar aus München kennen, mit dem wir direkt den restlichen Abend verbringen.


Das Tolle in Hoi An ist die Vielfalt: Man kann endlos in der wunderschönen Altstadt  und/ oder am Fluss schlendern, gut essen gehen, sich beim Schneider oder Ledermacher zu Tode shoppen, die alten Handelshäuser, Tempel und Versammlungshallen anschauen, den Markt erkunden, grandiosen (!) Kuchen und Eis essen, oder auch an den nur ein paar Kilometer entfernten Strand fahren.







Letzteres machen wir dank des besser werdenden Wetters an zwei Tagen: Wir mieten einen Roller und fahren raus an den Cua Dai Beach. Dort werden von Einheimischen gegen einen geringen Preis Liegen und Sonnenschirme angeboten, auch zum Trinken und Essen kann man etwas bestellen. 




Zum Abendessen gibt es Meeresfrüchte in einem der Seafood-Restaurants. Am anderen Tag fahren wir am Cua Dai Beach ein Stückchen weiter zum Hidden Beach, an dem ein "richtiges" Restaurant am Strand steht, bei dem die Liegen umsonst sind, wenn man etwas bestellt. Sehr hübsch hier.



Shoppen steht ebenfalls auf dem Plan. Letztes Jahr ließ sich mein Holder einen Weekender aus Büffelleder und ein Paar Budapester in einem der Ledergeschäfte in der Altstadt machen und ist bis heute sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Als wir auf den Laden zugehen, entdeckt uns die Besitzerin schon aus einiger Entfernung und läuft uns freudestrahlend entgegen - sie erkennt uns tatsächlich wieder! Ein großes Hallo, wir geben ein paar Sachen in Auftrag und schauen insofern die Tage öfters mal auf einen Ratsch bei ihr vorbei, wenn wir grade in der Nähe vorbei laufen.


Habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich Hoi An liebe??


Da ich letztes Jahr so unglaublich viele Fotos gemacht habe, lasse ich mich dieses Mal nicht stressen und gehe meistens ohne (die große) Kamera außer Haus - daher ist die Qualität der Bilder teils nicht so gut wie gewohnt, iPhone 6s hin oder her. Aber schön, einfach mal nur eine kleine Handtasche dabei zu haben, und nicht den fetten, schweren Fotorucksack. Jedenfalls geht´s hier zu meinen Bildern vom Vorjahr, für die, die es interessiert.

An unserem letzten Abend gehen wir Com Ga essen, ein Reisgericht mit Huhn, das es auch nur in Hoi An gibt.



Darauf hin verbringen wir erneut einen lustigen Abend mit den Münchnern, die wir kennengelernt haben (schöne Grüße! :-)). 

Nach vier Nächten in Hoi An geht unsere Reise jedoch weiter - wir verlassen Vietnam zunächst, um Kambodscha kennen zu lernen. Hoi An sind wir trotz des zweiten Besuchs nicht überdrüssig geworden, ganz im Gegenteil. Es hat schon auch echt was, zwischendurch an schöne, bekannte Orte zurück zu kehren...


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